Knapp 300 verschiedene Content Management Systeme sind derzeit auf dem Markt verfügbar. In diesem Artikel geben wir Dir einen praktischen Überblick über die wichtigsten Redaktionssysteme für Deine Webseite.

1. Klassische Content Management Systeme mit angeschlossener Datenbank

Herkömmliche CMS, zu denen auch WordPress, Joomla, Drupal und TYPO3 gehören, arbeiten mit angeschlossenen Datenbanken. Das heißt, sämtliche Inhalte werden in einer extra eingerichteten Datenbank abgelegt. Das mit Abstand bekannteste dieser Systeme ist WordPress, das auch nach wie vor seinen Reiz hat. So haben mit Sicherheit Features wie die „5-Minuten-Installation“, die vielen kostenlos erhältlichen Themes und die einfache Integration von Plugins zum Erfolg von WordPress beigetragen. Doch neben WordPress gibt es auch eine Vielzahl an anderen Alternativen auf dem Markt, die wir Dir im Folgenden vorstellen möchten:

WordPress: Der Vorreiter unter den CMS

Es ist bald 15 Jahre her, dass WordPress seinen Siegeszug gegen die unterschiedlichen Content-Management-Systeme der Netzwelt angetreten hat. Mittlerweile hat das CMS schon fast eine Monopolstellung im Netz. Nicht nur bei Bloggern und privaten Nutzern ist WordPress das meistgenutzte System weltweit. Auch größere Unternehmen und Onlineshops nutzen das kostenlose Content Management System. Einen besonderen Vorteil bietet das WordPress SEO Plugin von Yoast, das die Konfiguration von SEO-relevanten Einstellungen erlaubt. Dieses Plugin ermöglicht es Dir beispielsweise Beiträge thematisch auf spezifische Keywords auszurichten oder die Anzeige Deiner Google Snippets in den SERPs zu simulieren. Generell sind technische, inhaltliche und strukturelle Optimierungen mit dem Plugin möglich.

Doch das anfangs unkomplizierte und kompakte CMS wurde über die Jahre stetig weiterentwickelt, sodass es zwar an Features gewonnen, an Bedienungsfreundlichkeit aber mitunter verloren hat. Auch beim Thema Sicherheit birgt WordPress gewisse Risiken, insbesondere für User, die keine Programmierkenntnisse haben und auf die vorgegebene Vorgehensweise des CMS vertrauen.

[Wordpress]

 

Joomla: Preisgekröntes Open Source CMS

Das ebenfalls weit verbreitete Redaktionssystem Joomla besteht mittlerweile 10 Jahre und ermöglicht es Nutzern Inhalte einer Webseite ohne Programmierkenntnisse zu pflegen. Vor allem in den USA ist das CMS ein beliebtes System. Doch auch in Deutschland wurde Joomla 2017 das vierte Mal in Folge als bestes Open Source CMS gekrönt. Wie auch WordPress und TYPO3 basiert Joomla auf der Programmiersprache PHP, welche Inhalte einer MySQL Datenbank visuell umwandelt. Die Installation von Joomla funktioniert auf fast jedem Webhosting-Angebot und dauert nur 30 Sekunden. Für Entwickler besteht die Möglichkeit, eine große Anzahl an individuellen Erweiterungen für das System zu programmieren. Das CMS lässt sich so um beinahe jede gewünschte Funktion ergänzen. Für die Erstellung und Formatierung von Inhalten bietet Joomla im Vergleich zu anderen CMS lediglich ein editorgestütztes Eingabefeld für Texte. Auch wenn das auf den ersten Blick sehr simpel wirkt, kann es bei komplexeren Formatierung zu Schwierigkeiten kommen.

Auch wenn die Bedienbarkeit ähnlich intuitiv wie bei WordPress ist und das System auch für Einsteiger leicht verständlich, weist das Open Source System teilweise, ähnlich wie WordPress, Sicherheitslücken auf, da Joomla erst mit einigen Erweiterungen nutzbar ist. Generell ist Joomla aber ein strukturiertes CMS, das leicht verständlich für Nutzer ist und sich somit für die Realisierung fast aller Web Projekte eignet.

[Joomla]

TYPO3: Großer Funktionsumfang bei langer Einarbeitung

Auch TYPO3 gehört mit über sechs Millionen Downloads zu den wichtigsten CMS in deutschen Unternehmen. Das CMS ist mittlerweile in über 50 Sprachen sowie mit über 5000 Erweiterungen erhältlich. Die große Community beteiligt sich stetig, aktiv an der Weiterentwicklung des Systems. Bereits in der Grundinstallation beinhaltet das leistungsstarke CMS viele Funktionen wie beispielsweise eine Multidomain-Unterstützung sowie eine umfangreiche Rechteverwaltung für mehrere Administratoren und Benutzer.

Um komplexe Seitenstrukturen mit mehrsprachigen Inhalten umzusetzen, erfordert das umfangreiche Redaktionssystems allerdings Fachkenntnisse. Insgesamt ist TYPO3 ein unglaublich komplexes CMS und kann meist mehr als die Nutzer eigentlich auf ihrer Seite benötigen. Im Vergleich zu anderen Systemen erfordert das System daher eine lange Einarbeitung sowie einen vergleichsweise hohen Administrationsaufwand.